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Lernen.
Elektrolyse mittels regenerativ (hier: aus Windkraft) erzeugtem
Strom ist der ökologisch sinnvollste Weg zur Gewinnung von H2. Bei
der Elektrolyse wird Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und
Sauerstoff zerlegt:
Wenn Sie den Strom fließen lassen, sammeln sich an der positiven
Anode die negativ geladenen Sauerstoff-Ionen (im Bild rechts
zu erkennen), an der negativen Kathode die positiven Wasserstoff-Ionen
(links). Die Qualität des Wassers spielt bei der Elektrolyse
kaum eine Rolle.
Die Reaktionsgleichung der Wasserzersetzung lautet:
Reines Wasser besitzt eine sehr geringe Leitfähigkeit. Nur eines
von zehn Millionen Wassermolekülen ist in Ionen gespalten. Um die
Stromstärke zu erhöhen, kann entweder die Spannung oder die Anzahl
der Ionen erhöht werden. Deshalb fügt man dem Wasser einen Ionenlieferanten
(meist Kaliumhydroxid) zu, der die Leitfähigkeit erhöht, selbst
aber nicht zersetzt wird.
Kathode:
Reaktion an der Anode:
Für die Aufspaltung eines Wassermoleküls in seine Bestandteile
wird eine Energie von mehr als 1,25 eV (Elektronenvolt) benötigt.
Bei diesem Wert beträgt der Wirkungsgrad, der Quotient aus elektrischer
und der im Wasserstoff gespeicherten chemischen Energie, exakt 1.
Je höher man die angelegte Spannung wählt, um so mehr Energie geht
als Wärme verloren, denn ein einzelnes Elektron kann nur an der
Spaltung eines einzigen Wassermoleküls beteiligt sein.
Ein Wirkungsgrad von 1 bei 1,25 eV lässt sich nicht realisieren,
weil die Elektroden der Reaktion zusätzlich eine so genannte Überspannung
entgegen setzen. Diese liegt je nach Elektrodenmaterial zwischen
0,5 und 1 V.
Der Wirkungsgrad hängt damit stark von den verwendeten Elektroden
ab. In unserem Aufbau bestehen diese aus reinem Platin mit einer
vergleichsweise geringen Überspannung.

Um mit Wasserstoff vernünftige Reichweiten zu erzielen, erscheint
die Wasserstoffspeicherung in tiefkalter, flüssiger Form (kryogen)
derzeit als das aussichtsreichste Konzept.
Wasserstoff wird bei –253°C verflüssigt. Tiefkalter Flüssigwasserstoff
(LH2) eignet sich hervorragend für den Einsatz in Fahrzeugen,
weil er in diesem Aggregatzustand über eine höhere Energiedichte
verfügt und ein wesentlich geringeres Volumen beansprucht.
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